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Logo Being Bea Bee: Die große Sinnsuche einer kleinen Biene.
EPISODE 4
Buzzness as usual?
Oktober. Mittlerweile ist es Herbst geworden in St. Anna ob Bad Schwanberg. Aus saftig grünen Hügeln und bunt blühenden Wiesen ist ein Meer aus goldenen Blättern geworden, mit immergrünen Tupfen dazwischen. Nun fliegen nur mehr wenige Insekten durch die immer weiter abkühlende Luft.
Auch im „CMM Buzzhouse“ ist es etwas ruhiger geworden. Nach einem ertragreichen Sommer bereiten wir uns langsam auf den Winter vor. Unser Volk ist auf einen Bruchteil seiner Größe zusammengeschrumpft, und auch die Winterbrut ist angelegt und bereit zum Schlupf. Für dieses Jahr muss unsere Königin keine Eier mehr legen, sondern ruht bis in den Frühling. Auch ich verlasse kaum noch den Stock, sondern bin vollkommen damit beschäftigt, mir einen Fett-Eiweiß-Polster für den Winter anzufressen und mich in die heizende Bienentraube zu kuscheln.
Dieses Jahr hat allein unser Stock sage und schreibe 90 Kilogramm Honig produziert – das ist ein Vielfaches dessen, was wir überhaupt konsumieren können. Deswegen hat unser Imker Michael Sommer einen guten Anteil für euch abschöpfen können (lasst es euch schmecken!), ohne dass es uns in der kalten Jahreszeit an etwas fehlen wird. Nachdem der Honig geschleudert, abgefüllt und weiter in den Handel gelangt ist, beginnt auch für Imker Michi die nächste Phase unserer Betreuung.
Mit menschlicher Hilfe geht es leichter durch den Winter!
Imker Michi hilft uns, wo er nur kann, damit wir es bis zum Frühling gut haben: Er legt schwächere Völker zusammen, damit diese gemeinsam zahlenmäßig ausreichend sind, um die Überlebenschancen zu maximieren. Anfang Oktober findet eine letzte Probe auf Varroamilben-Befall statt, und eine Behandlung kann erfolgen, wenn der Stock brutfrei ist. Unser Imker mäht das Gras um unsere Beuten herum, damit weniger Feuchtigkeit in unseren Stock eindringen kann und verbessert somit das Mikroklima. Außerdem sorgt er dafür, dass keine peitschenden Zweige unsere Winterruhe stören können. Eingeengte Fluglöcher unterbinden „stille Räuberei“. Mäusegitter über unseren Einfluglöchern verhindern, dass die kleinen Nager Zuflucht in unseren selbstgeheizten Stöcken suchen, wenn es kalt wird. Und mit Steinen und Verankerungen sorgt er dafür, dass die kleinen Dächer unserer Häuser selbst bei Sturmwind an ihrem Platz bleiben.
„Gemeinsam ist das Leben einfach leichter“, denke ich zufrieden bei mir. Ich bin pappsatt, mir ist herrlich warm, und unser Stock steht trocken und geschützt am idealen Platz, während ich mich dicht an meine summenden Nachbarinnen halte. „Und auch schöner.“ Der Winter kann kommen. Wir sind bereit.

Süße Grüße, eure Bea Bee.
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